Belieben


Belieben

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Be|lie|ben [bə'li:bn̩]:
in der Wendung nach Belieben: nach eigenem Wunsch, Gutdünken, Ermessen, Geschmack; wie man will:
etwas ganz nach Belieben ändern.

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be|lie|ben 〈V.; hat; geh.〉
I 〈V. tr. u. V. intr.; persönl.〉
2. geneigt sein, sich (gnädig) herbei-, herablassen (etwas zu tun)
● \belieben Herr Graf den Wagen?; er beliebt zu scherzen; wann \belieben Seine Majestät zu speisen?; was beliebt? was wird gewünscht?; wie Sie \belieben
II 〈V. intr.; unpersönl.〉 gefallen ● es beliebt mir nicht, ihn zu sehen; kommen Sie, wann es Ihnen beliebt; wie es Ihnen beliebt

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be|lie|ben <sw. V.; hat [zu lieben] (geh.):
a) jmdm. zu tun gefallen; [für den Augenblick] Lust haben, etw. zu tun:
ihr könnt tun, was euch beliebt;
b) (oft iron.) geneigt sein, etw. zu tun; etw. zu tun pflegen:
er beliebt noch zu schlafen.

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Be|lie|ben, das; -s: Geneigtheit, Ermessen: etw. steht, liegt [ganz] in jmds. B.; *nach B. (nach eigenem Wunsch, Geschmack; wie man will): Für gewisse Posten werden eben möglichst unprofilierte, sozusagen gestaltlose Figuren gesucht, die man ... nach B. modellieren kann (Dönhoff, Ära 33).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Belieben — Belieben, verb. reg. neutr. welches mit der dritten Endung der Person, so wohl persönlicher als unpersönlicher Weise üblich ist. 1) Gefallen an etwas tragen, Neigung zu etwas haben. Diese Speise beliebt mir nicht. Was schön ist, beliebt einem… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • belieben — belieben: Das Verb ist eine Präfixbildung des 16. Jh.s zu »lieben« (↑ lieb), die dann in höflicher Sprache für »Gefallen finden, mögen« gebraucht wurde. Dazu das verselbstständigte Part. beliebt. Abl.: beliebig (im 17. Jh. »angenehm«, später zu… …   Das Herkunftswörterbuch

  • belieben — Vsw erw. stil. (15. Jh.), mndd. belēven, mndl. believen Stammwort. Präfigierung zu lieben (so noch erkennbar in beliebt, unbeliebt, Beliebtheit), dann Weiterentwicklung der Bedeutung zu gutheißen, beschließen, geruhen u.ä. Hierzu Belieben und… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Belieben — belieben: Das Verb ist eine Präfixbildung des 16. Jh.s zu »lieben« (↑ lieb), die dann in höflicher Sprache für »Gefallen finden, mögen« gebraucht wurde. Dazu das verselbstständigte Part. beliebt. Abl.: beliebig (im 17. Jh. »angenehm«, später zu… …   Das Herkunftswörterbuch

  • belieben — V. (Aufbaustufe) geh.: etw. zu tun pflegen Synonym: geruhen (geh.) Beispiel: Du beliebst wohl zu scherzen! belieben V. (Aufbaustufe) geh.: gerade Lust haben, etw. zu tun Synonyme: gefallen, zusagen Beispiel: Du kannst tun, was dir beliebt …   Extremes Deutsch

  • Belieben — das Belieben (Aufbaustufe) eigene Einschätzung, Ermessen Beispiele: Die Entscheidung steht in deinem Belieben. Du kannst die Kleidung nach Belieben wählen …   Extremes Deutsch

  • Belieben — 1. Aus Belieben zum Talge leckt die Katze den Leuchter. – Winckler, I, 92. 2. Lass dir nichts belieben, so kann dich nichts betrüben. 3. Nach Belieben prügelt der Mann das Weib. (Schles.) …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • belieben — be·lie·ben; beliebte, hat beliebt; geschr; [Vi] 1 belieben + zu + Infinitiv (oft iron verwendet) etwas gern oder aus Gewohnheit tun <zu scherzen belieben>: Er beliebte, nicht zu antworten; [Vimp] 2 es beliebt jemandem + zu + Infinitiv es… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Belieben — Be·lie·ben das; s; nur Sg; meist in nach Belieben wie man es möchte, wie es einem gefällt <ganz nach Belieben wählen, handeln können> …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Belieben — Be|lie|ben, das; s; nach Belieben; es steht in ihrem Belieben …   Die deutsche Rechtschreibung